„efi: requested map not found“ und andere Boot-Fehlermeldungen

Wer sich wundert, was einige Kernel-Meldungen beim Bootvorgang bedeuten, und ob diese in irgendeiner Form Probleme verursachen können… wir klären auf.

efi: requested map not found.

Kann ignoriert werden. Diese Meldung wird durch die Subfunktion efi_mem_desc_lookup in der EFI-Firmware des Linux-Kernels verursacht. Die Funktion versucht, den “Memory Descriptor” im (U)EFI zu finden. Findet sich im Kernel-Source-Code in `drivers/firmware/efi/efi.c <https://git.kernel.org/cgit/linux/kernel/git/stable/linux-stable.git/tree/drivers/firmware/efi/efi.c>`__

ESRT header is not in the memory map.

Kann ignoriert werden. Verallgemeinert die Meldung der Subfunktion efi_mem_desc_lookup, die vorher aufgerufen und erfolglos beendet wurde. Findet sich im Kernel-Source-Code in `drivers/firmware/efi/efi.c <https://git.kernel.org/cgit/linux/kernel/git/stable/linux-stable.git/tree/drivers/firmware/efi/efi.c>`__

mmc0: Unknown controller version (3). You may experience problems.

Sehr unwahrscheinlich, aber könnte sein, dass mit dem integrierten SD-Kartenleser nicht alles wie erwartet funktioniert.
mmc = MultiMediaCard; SD = “Secure Digital”-Flash-Memory-Karten. Wird vom “Secure Digital Host Controller Interface driver”, also dem Treiber für SD/MMC-Karten geworfen, falls die Version des physischen SD/MMC-Controllers grösser als die vom Treiber unterstütze Version ist. Der Treiber untersützt v2.0, während am Markt SDHOST-Controller mit v3.0-Unterstützung eingesetzt werden.
Findet sich im Kernel-Source-Code in `drivers/mmc/host/sdhci.c <https://git.kernel.org/cgit/linux/kernel/git/stable/linux-stable.git/tree/drivers/mmc/host/sdhci.c>`__

no valid rapl domains found in package 0

Kann ignoriert werden. Die Meldung stammt vom “Intel Running Average Power Limit (RAPL)” Treiber und tritt beispielsweise auf, wenn ein Hypervisor (z.B. KVM) und der darunter liegende physische Host die Advanced Power Features nicht unterstützt. In VirtualBox lässt sich unter “System > Processor” das “Extended Feature” “PAE/NX” einschalten, womit die Meldung verschwindet.
Ob der physische Host PAE/NX unterstützt, lässt sich mit cat /proc/cpuinfo | grep -E "pae|nx" herausfinden.
Findet sich im Kernel-Source-Code in `drivers/powercap/intel_rapl.c <https://git.kernel.org/cgit/linux/kernel/git/stable/linux-stable.git/tree/drivers/powercap/intel_rapl.c>`__