Open-Source programmieren lernen

Jeder sollte programmieren können. Da sind sich nicht nur die Tech-Gurus aus dem Silicon Valley einig, unterdessen hat der Programmierunterricht sogar in den Zürcher Primarschulen Einzug gehalten. Doch nicht jeder hat das Glück von einem ausgebildeten Programmier-Lehrer in die wichtigste Sprache des 21. Jahrhunderts eingeführt werden.

Kann man programmieren auch im Selbststudium lernen? Auf jeden Fall! Es gibt bereits eine Unmenge an Plattformen, welche spezifisch fürs Programmieren-Lernen entwickelt wurden oder sich zumindest sehr gut dafür eignen. Als Laie ist es ziemlich schwierig sich auf eine Plattform festzulegen. Gerne möchten wir deshalb eine davon vorstellen.

Komplett Open-Source, von der Hardware bis zur Software: Das Arduino Board.

Das Arduino Board ist im Grunde genommen nichts anderes als ein kleiner Computer. Auf einer Platine befindet sich ein Mikrocontroller – das Gehirn des Computers – und einige Taster und Sensoren. Das faszinierende daran ist, dieser Computer ist erstaunlich klein (nicht grösse als ein Smartphone), unglaublich billig (ab 40 Fr. bekommst du bereits dein eigenes Arduino), und zur Krönung sogar komplett Open-Source.

Das führt dazu, dass mit Arduinos die verschiedensten Projekte umgesetzt werden können. Seien das interaktive Kunstinstallationen, ein Foto-Booth für das Wohnzimmer oder sogar der selbst entwickelte Roboter.

Natürlich muss man etwas programmieren können. Auch das ist dank der Open-Source Software fast schon ein Kinderspiel. Das Arduino wird nämlich mit einer C / C++ ähnlichen Sprache programmiert, wobei man mit technischen Details wie Header verschont bleibt.

Grundsätzlich besteht ein Arduino Programm aus zwei wichtigen Methoden: der Setup-Methode und der Loop-Methode. Diese beiden Methoden kann man nun nach belieben mit eigenem Code füllen. In der Setup-Methode nimmt man die Grundeinstellungen vor und definiert Variablen. In die Loop-Methode kommt das eigentliche Programm. Diese Methode wird nämlich immer wieder wiederholt.

// Die LED ist an Pin 13 angeschlossen, was in der Integeger-Variable
// ledPin gespeichert ist. Bei vielen Boards ist auf der
// Platine eine LED integriert, welche sich über diesen 
// Pin 13 ansteuern lässt
int ledPIN = 13;

void setup() {
    // legt den LED-Pin als Ausgang fest
    pinMode(ledPin, OUTPUT);
}

void loop() {
    // LED anschalten
    digitalWrite(ledPin, HIGH);
    // 1 Sekunde (1000ms) warten
    delay(1000);
    // LED ausschalten
    digitalWrite(ledPin, LOW);
    // 1 Sekunde warten
    delay(1000);
}

In diesem Beispiel wird in der Setup-Methode der Kanal 13 als LED Kanal vorbereitet. Man kann also am Arduino am entsprechenden Kanal ein Lämpchen anschliessen und das in der Loop-Methode steuern. Hier wird es eingeschaltet, und nach 1000 Millisekunden wieder ausgeschaltet. Und weil die Loop-Methode sich ständig wiederholt, passiert das nicht einmal, sondern solange bis man das Programm beendet.

So einfach ist also das Programmieren von Arduino Boards. Und es ist auch kein Problem, wenn du noch nicht ganz genau weisst, was Methoden und Variablen sind. Das lernt man dann beim Programmieren.

Überhaupt gibt es tolle Tutorials​, welche dir Schritt für Schritt alles erklären. Falls du mehr Inputs zum Programmieren brauchst: unser Partnerbetrieb LearningCulture bietet innerhalb der Informatiktage am 02. Juni 2018 spannende Programmierworkshops für Kinder und Jugendliche an. Anfänger erwünscht! Anmeldung über: LearningCulture CodeSchool

Für alle Open-Source Interessierte: Nicht nur Arduino ist Open-Source, auch dein Computer kann es sein. Ebenfalls am 02. Juni helfen wir von der Linuxfabrik, auf ein herstellerunabhängiges Betriebssystem (Fedora) zu wechseln. Einfach mit dem Laptop bei uns an der Roggenstrasse vorbeikommen.


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Sandro Lang

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